PV-Anlage BP                  Thermische Solaranlage               PV-Anlage Kyocera
1,87 kwpeak Bj. 2001                    5,5 qm Bj. 1994                        1,8 kwpeak Bj. 2000
 

Nachdem von der Bundesregierung 1999 das 100.000-Dächer-Programm (zinsverbillgtes Darlehen) und im Jahr 2000 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG; 99 Pf Vergütung pro ins Stromnetz eingespeiste kwh Solarstrom) beschlossen waren, gab es endlich gute Voraussetzungen, um unseren schon lange gehegten Wunsch eines eigenen Kraftwerkes auf dem Dach zu erfüllen.

Die Voraussetzungen unseres Daches sind nahezu ideal: Ausrichtung nach Süden, 45° Neigung, und mit Ausnahme eines Baumes im Osten nicht verschattet.

Ein paar Anmerkungen / Erfahrungen nach über einem Jahr Betrieb:

Es ist festzustellen, dass der oben erwähnte Baum bis 11.30 Uhr einen Teil der Anlage beschattet und den Ertrag zumindest im Sommerhalbjahr pro Sonnentag geschätzt um mehr als eine kwh verringert.

Unser relativ steiles Dach brachte im Winterhalbjahr vergleichsweise sehr gute Ertragswerte.

Im Oktober 2001 haben wir die Anlage nun um 1,87 kw (peak) auf 3,67 kw (peak) erweitert:

 

Technische Daten der Anlage:

1. Teil (Inbetriebnahme 22. Mai 2000)

15 polykristalline Module Kyocera KC-120-1 mit je 120 w (peak)

Spitzenleistung 1,8 kw (peak)

Modulgröße 1,425 m x 0,652 m; damit Gesamtfläche ca. 14 qm

1 Wechselrichter SMA SWR 2.000

der erste Jahresertrag lag bei 1.550 kwh (,unser Stromverbrauch dagegen bei ca. 2.200 kwh).

Damit stehen den Baukosten von 26.500,- DM jährlich Stromeinnahmen von über 1.500,- DM entgegen.

2. Teil (Inbetriebnahme 1. November 2001)

22 monokristalline Module BP 585 F (Saturn-Technologie) mit je 85 w (peak)

Spitzenleistung 1,87 kw (peak)

Modulgröße 1,188 m x 0,530 m; Gesamtfläche auch ca. 14 qm

1 Wechselrichter SMA SWR 2.000

 

Aufbau

Zusammen mit dem Ingenieurbüro Blasenbrei-Wurtz aus Besigheim, das übrigens auch maßgeblich mit am Bau des Windkraftwerkes auf dem "Grünen Heiner" bei Stuttgart beteiligt war, wurde der erste Teil der Anlage im Mai 2000 aufgebaut:

   
   
Einzelne Ziegel herausnehmen, Dachhaken befestigen, Ziegel wieder auflegen
Halteschienen anbringen, je nach Ausrichtung der Module nur in einer Richtung oder, wie bei uns, zusätzlich noch eine Lage quer
 

Nun werden die Module mit Halteschrauben auf die Schienen montiert.

Die einzelnen Module werden mit Kabeln durch Steckverbinder hintereinanderge- schaltet und mit dem Wechselrichter verbunden (Gleichstrom).

Vom Wechselrichter geht dann eine Wechselstromleitung zum Stromeinspeise-zähler.

Außerdem wird noch eine Erdungsleitung von der Anlage benötigt.

 

Nach Fertigstellung kamen sehr schnell Mitarbeiter der Stadtwerke Bietigheim-Bissingen und montierten den Stromeinspeisezähler.

Und im Oktober 2001 erweiterten wir dann die Photovoltaikanlage um 1,87 kwpeak auf 3,67 kwpeak.

Zusammen mit der Solargemeinschaft Wollschläger/Blasenbrei-Wurtz konnten wir uns Ende Oktober (!) bei herrlichstem Wetter auf dem Dach "vergnügen":

 

 

Nachfolgend ein kleiner Ausblick auf "Little-Solar-City", vielleicht oder besser hoffentlich der Standard der Zukunft.

Sicher - über die Optik kann man geteilter Meinung sein, aber erstens gibt es schon viele verschiedene Möglichkeiten zur Gestaltung wie z. B. Solarmodule als Dachziegel, und zweitens muss man bedenken, dass durch diese Art der Energieerzeugung weder Umweltbelastungen oder Altlasten irgendwelcher Art entstehen noch auch nur ein qm Fläche versiegelt wird!